Projektname:

Prototyp Alugussform

Projektbeschreibung

Für einen Prototypen sollten Verschlussteile aus einem Weichmaterial gefertigt werden. Dafür gab es zwei Möglichkeiten.

  1. Ein 3D Druckverfahren, die Polygrafie, bei dem ein Phototpolymer aufgetragen und mit UV Licht ausgehärtet wird. Das Verfahren ist auch bekannt als Polyjet- oder Inkjet-verfahren. Ähnlich wie bei einem klassischen Tintenstrahldrucker wird das Material durch einen Druckkopf exakt positioniert. Nur das hier zur X- und Y-Ebene die Z-Ebene in Schichten dazukommt. Der große Vorteil dieses 3D Druckverfahrens ist sein großes Materialspektrum. Es lassen sich auch gummiartige Werkstücke produzieren und das mit einer sehr feinen Oberfläche und Detailtreue.
    Natürlich gibt es auch Nachteile. Zum einen riecht das Silikongummi auch lange nach Fertigstellung sehr chemisch, zum anderen geht es relativ schnell kaputt.

 

  1. Die zweite Möglichkeit bedeutet etwas mehr Aufwand. Das Fräsen eines Formgusswerkzeuges. Da wir uns hier in der Prototypenfertigung und nicht in der Massenfertigung befinden ist das Werkzeug nicht für die Druckgussmaschine sondern für das manuelle gießen unter Vakuum gebaut und damit wesentlich kostengünstiger.
    Bedingt durch die sehr komplexe Geometrie der Formteile ist eine 3 Teilige Form Nötig. Gefertigt wurde das Werkzeug aus einer harten Aluminiumlegierung (EN-AW-2007; AlCu,Mg,Pb) in einer High 400Z  Fräsmaschine. Es kamen Schaftfräser von 8 – 0,5mm zum Einsatz.
    Der Mehraufwand lohnt in diesem Fall. Denn es sollten mehr als nur ein Prototyp gebaut werden. Zudem besteht ein Satz aus 4 Verschlussteilen. Die Toleranzen, die Oberflächengüte, die Gummieigenschaften sowie die Belastbarkeit entsprächen dem späteren Original aus der Massenfertigung. Die Teile könnten in einer Kleinserie (ca. 100 Stück pro Jahr) aus dieser Form produziert werden.Im Video ist die der Bau des Werkzeuges (2 von 3 Teilen) im Zeitraffer zu sehen.

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